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Verlorene Maßstäbe ...

Unter dem Motto "verlorene Maßstäbe" wurde gestern in der Französischen Friedrichsstadtkirche die diesjährige Woche der Brüderlichkeit eröffnet. Der Tagesspiegel berichtet darüber unter der Überschrift: "Werben für den Dialog". Wie jedes Jahr hat die Berliner Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit wieder ein umfangreiches Programmheft herausgebracht, das Veranstaltungen vorwiegend zu christlich-jüdischen Themen aber zunehmend auch muslimische Perspektiven beinhaltet und zwar bis weit in den Sommer hinein. . Es ist auch online abrufbar.
8.3.10 06:08


Turbulenzen um das Jewish Filmfestival Berlin 2010

Seit 15 Jahren findet es statt:

jüdisches Filmfestival Berlin


Das Jewish Filmfestival Berlin. Im Archiv kann man sich informieren, welche Filme seit 2004 gezeigt wurden.

Für viele Besucher ist dieses jüdische Filmfestival etwas ganz besonderes, denn hier werden Filme über jüdisches Leben aus der ganzen Welt gezeigt und da auch Regisseure und mitwirkende Schauspieler eingeladen werden, eröffnen auch die Diskussionen im Anschluß an die Filme interessante Perspektiven.

Nun ging in den letzten zwei Wochen ein Aufschrei durch den Blätterwald, weil das Jewish Filmfestival bedroht schien. Sogar der Spiegel griff die Debatte auf: "Senat verweigert jüdischem Filmfest die Unterstützung".

Was war passiert? In den vergangenen Jahren hat der Hauptstadtkulturfonds, ein Kulturförderungsinstrument des Berliner Senats, den Löwenanteil der Kosten getragen. Das waren im Jahr 2009 135 000 Euro. Diese Fördermittel fallen 2010 flach, weil das Jewish Filmfestival nicht mehr im Förderplan des Hauptstadtkulturfons auftaucht. Der Hauptstadt-kulturfonds wies darauf hin, daß seine Funktion darin besteht, neue Kulturprojekte zu fördern und auf dem Weg zu bringen. Außerdem gibt es in Berlin neben der Berlinale fünfzig Filmfestivals.

Bis 2009 lief das Jewish Filmfestival Berlin unter dem Dach der jüdischen Volkshochschule Berlin, deren Leiterin Nicola Galliner war. Sie organisiert nun als Privatperon dieses Kulturereignis weiter. Nur: Als Privatperson ist es schwieriger an öffentliche Fördermittel heranzukommen. Aber das müssen sich die Betroffenen bewußt machen bevor sie die Organisationsstrukturen verändern.

Nach jahrelanger Unterstützung darüber zu klagen, daß man nichts mehr bekommt - und das bei einem Fonds, der schwerpunktmässig die Förderung einmaliger Initiativen fördern soll, halte ich für verfehlt. Die Gegenfrage sei mir erlaubt, welche vergleichbare Kulturveranstaltung vom Hauptstadtkulturfonds über einen solchen Zeitraum gefördert worden ist? Wenn man als Vertreterin einer Institution - sei es der der jüdischen Gemeinde oder was auch immer - bei Fördergremien auftreten kann, hat man naturgemäß ein anderes "standing" als als Privatperson, auch wenn man sich noch so viele Verdienste erworben haben mag.

Allenfalls beanstanden kann man, daß der Hauptstadtkulturfonds den Veranstaltern des Jewish Filmfestival früher kommunizieren hätte können, daß eine weitere Förderung unwahrscheinlich ist.

Auch die jährlich stattfindenden Berliner Märchentage haben mit einem großen Energie-unternehmen für 2010 ihren jahrelangen Hauptsponsor verloren. Die Geschäftsführerin Silke Fischer ging damit an die Öffentlichkeit und teilte mit, man habe die Zusammenarbeit beendet und suche nach neuen Unterstützern.

In einer Pressemeldung, die am 8. Februar 2010 herausgegeben worden ist und derzeit auch auf der Startseite des Jewish Filmfestival Berlin nachzulesen ist, heißt es:

Um unserem eigenen ­ Qualitäts-Anspruch auch weiterhin gerecht zu werden, müssen wir aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel die Anzahl der Filme und Gäste zwar erheblich reduzieren, jedoch lassen wir ­ uns selbstverständlich nicht aus Berlin vertreiben!

Hat irgendjemand beabsichtigt, das Jewish Filmfestival aus Berlin zu vertreiben? Ich halte eine solche Wortwahl angesichts der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts für wenig hilfreich. Auch jüdische Institutionen - und das jüdische Filmfestival Berlin - ist eine solche, haben keinen Anspruch auf Dauerförderung, wenn eine Förderinstitution in ihren Kriterien stehen hat, daß es keinen Rechtsanspruch auf Förderung gibt.

Eine Durchsicht der seit 2001 durch den Hauptstadtkurlturfonds zeigt, daß kein anderes Filmfestival in dieser Häufigkeit und der finanziellen Höhe wie das JFFB gefördert worden ist.

Am Ende der Presse-Erklärung heißt es:

Das Jewish Film Festival Berlin wird vom 25. April – 06. Mai 2010 im Berliner Kino Arsenal und vom 07. – 09. Mai 2010 im Filmmuseum Potsdam stattfinden.
.
Höhepunkt wird ein Film über das Leben des Pianisten, Komponisten und Dirigenten André Previn (Jg.1929) sein, der 1937 mit seiner Familie von Berlin nach Paris emigrierte und 1941 in die USA flüchtete.

Weitere Informationen auf der Seite des JFFB. Programminfos werden ab Mitte März erhältlich sein.
Internetseite der Berliner Filmfestivals (noch nicht vollständig, da erst seit einigen Tagen online)
19.2.10 13:19


Nachruf: Ruth Cohn z'l' - die Couch ist zu kurz

--------------------------------ruth cohn

Als Tochter eines Bankiers wurde Ruth Cohn 1912 in Berlin-Charlottenburg geboren. In großbürgerlichen Verhältnissen, zu denen zwei Dienstmädchen und eine Kinderfrau gehörten, verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend. Ihr ursprünglicher Berufswunsch war Lyrikerin oder Journalistin. Sie entschied sich, ein Volkswirtschaftsstudium zu beginnen. Sie hatte "Mein Kampf" gelesen. Die Aufforderung zur legalisierten Gewalt machte sie wachsam. An der Universität war sie Zeugin von Überfällen auf jüdische Studenten geworden. Auch ein Freund trennte sich von ihr, weil sie Jüdin war. Direkt nach der Machtübernahme von Hitler verließ sie Deutschland.

In Zürich studierte sie Psychoanalyse. Dazu gehörte eine jahrelange Lehranalyse sechs mal wöchentlich auf der Couch eines Analytikers. In Zürich heiratete sie. 1941 emigrierte sie mit Mann und Kind nach New York. Dort wird das zweite Kind geboren, die Ehe 1946 geschieden. Der berufliche Neuanfang als Emigrantin ist hart. Sie hat einen international anerkannten Abschluß als Psychoanalytikerin. Im Psychoanalytischen Institut jedoch legt man ihr nahe, nur Kinder zu therapieren, weil sie einer nichtmedizinischen Berufsgruppe angehört. Sie ließ sich als Lehrerin ausbilden und fing an therapeutisch mit Kindern zu arbeiten. Da die Probleme der Kinder von Erwachsenen aus deren Umfeld beeinflußt waren, kam Ruth Cohn auf diesem Umweg zur Therapie Erwachsener.

Mit der themenzentrierten Interaktion (TZI) begründete sie eine gesellschaftspädagogisch-therapeutische Methode. Es handelt sich dabei um eine Methode, - so Ruth Cohn - "die versucht, im Gespräch nicht nur Inhalt zu vermitteln, der sachlich wichtig ist, sondern gleichzeitig mit den Menschen, mit denen ein Thema besprochen wird, in Kontakt zu sein." Schon aus der Zeit ihrer Lehranalyse war das Anliegen geblieben, die vielen Einsichten, die wir haben können über uns selbst und über andere, so zugänglich zu machen, daß sie auch weit über den Kreis von Psychoanalytikern und Patienten in den unterschiedlichsten Lebensbereichen fruchtbar gemacht werden können. Zugute kamen Ruth Cohn ihre profunden Kenntnisse anderer Ansätze, von denen sie Elemente integrierte: Gestaltarbeit nach Fritz Perls, Familienskulpturen von Virginia Satir, Bioenergetik nach Wilhelm Reich, interpersonale Therapie nach Harry Strack Sullivan sowie gruppendynamische Ansätze. Im Vordergrund steht der Mensch mit seinen Stärken und seiner Möglichkeit zu autonomer Entscheidung. Wichtig ist die Balance zwischen dem Individuum, der Gruppe und dem Thema, das bearbeitet wird.

Anläßlich eines Kongresses kam sie 1969 erstmals wieder nach Deutschland. Durch den Nationalsozialismus waren die Entwicklungen unterschiedlicher psychotherapeutischer Ansätze und Methoden in Deutschland abgebrochen. Die meisten Analytiker waren nach Amerika emigriert und hatten ihre Verfahren dort weiterentwickelt. So herrschte hierzulande großer Nachholbedarf. Ruth Cohn begann bei ihren Europaaufenthalten, diese Methoden bekanntzumachen. Nach einer Anfangsphase verlegte sie ihren Schwerpunkt auf die Vermittlung von TZI. Eine Organisation "WILL-Europa" entsteht, die Interessierte in TZI ausbildet. Die Bereiche, aus denen die Ausbildungskandidaten kommen, sind vielfältig: Medizin, Pädagogik, Wirtschaft, Sozialarbeit, Politik und nicht zuletzt kirchliche Arbeitsfelder. Ursprünglich hatte sie nicht vor, in die alte Welt zurückzukehren. Die Resonanz auf ihr Tun war so berührend, daß sie in den siebziger Jahren in die Schweiz übersiedelte. Ihr Vermächtnis schlägt sich in ihrem Buch "gelebte Geschichte der Psychotherapie" nieder. Am 30. Januar ist sie in Düsseldorf verstorben, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbrachte.

Schon vor Jahren habe ich mich beim Bezirksamt von Charlottenburg dafür eingesetzt, daß eine Straße nach Ruth Cohn benannt wird. Der zuständige Referent meinte, daß dies leider erst dann möglich sei, wenn der Namensträger fünf Jahre tot sei.
8.2.10 18:48


Interreligiöse Bibliolog-Werkstatt: Begegnungen an Brunnen und Quellen

Die interreligiöse Bibliolog-Werkstatt findet weiterhin einmal monatlich am Mittwoch statt. Der Beginn wurde auf Wunsch der meisten Teilnehmenden auf 19.30 h verschoben. Hier die Ankündigung für das nächste Treffen:

Mittwoch 13. Januar 2010, 19:30 Uhr
interreligiöse Bibliolog-Werkstatt: Josef und seine Brüder am Brunnen
Josef (Jusuf) ist der Lieblingssohn von Jakob. Sein Vater schickt ihn zu seinen Brüdern, die als Hirten die Viehherden hüten. An einem Brunnen kommt es zu einer dramatischen Begegnung. Wir machen eine Zeitreise und lernen durch einen Bibliolog verschiedene Lesarten dieser Geschichte kennen und finden vielleicht auch heraus, welche unterschiedliche Bedeutung diese Geschichte für jede/n von uns hat.
Alle Interessierten sind eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Auch wer nur zuhören will, ist herzlich willkommen.

Veranstaltungsort: Interkulturelles Gemeinwesenzentrum Sprengelhaus
Sprengelstrasse 15
13353 Berlin-Wedding
Unkostenbeitrag für Raumnutzung nach Selbsteinschätzung
10.1.10 19:04


Berlin in Israel ...

... heißt eine Serie, die in dieser Woche in der Abendschau im rbb um 19.30 h läuft. Am Montag ging es um eine Berliner Schülergruppe, die im Rahmen eines Schüleraustausches einen Gegenbesuch in Israel macht. Der zweite Beitrag zeigte Gad Granach, der 1916 in Berlin-Friedenau als Sohn des bekannten Schauspielers Alexander Granach geboren wurde und als junger Mann 1936 auswanderte. Heute lebt er in Jerusalem. Heute soll es um Zäune, Mauern und Sperranlagen gehen.

Mittwoch: der Fotograf
6.1.10 11:03


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