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Jeder Mensch hat einen Namen

17. April 2007

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Dieser Junge heißt Gerd Rosenthal. Er war der kleine Bruder des bekannten Quizmasters (Dalli Dalli) und Entertainers Hans Rosenthal, der als Jugendlicher im Versteck überlebte. Gert wurde - wie alle anderen Kinder seiner Gruppe im Baruch Auerbachschen Waisenhaus - deportiert und ermordet.

Sein Bild sowie einige Portraits anderer deportierter Berliner Juden hängt heute am Zaun des jüdischen Gemeindezentums in der Fasanenstraße. Dort werden die Namen der aus Berlin deportierten Juden aus dem "Gedenkbuch an die ermordeten Juden aus Berlin" vorgelesen. Es sind fast 59 000 Namen und die Lesung wird etwa 36 Stunden dauern.

Heute Vormittag waren einige einzelne Erwachsene und Schüler der jüdischen Grundschule da. Die Zeiten, an denen 50 und mehr Erwachsene auf einmal anwesend waren, sind wohl vorbei.

Mitte der 1990iger Jahre hat der BJSD (jüdischer Studentenverband) mit dieser Namenslesung am Jom haSchoah (Holocaustgedenktag) begonnen. Viele andere Orte haben die Idee übernommen. Bis vor drei oder vier Jahren fand diese Veranstaltung an wechselnden Orten statt, die einen Bezug zur jüdischen Geschichte Berlins hatten, z.B. in der Großen Hamburger Straße im Eingangsbereich des ersten jüdischen Friedhofs oder auf der Verkehrsinsel am Wittenbergplatz.

Dort haben vor drei oder vier Jahren Passanten die Lesung gestört. Ihre Argumentation war: "Solange Ihr Juden mit den Palästinensern macht, was die Nazis mit euch gemacht haben, habt ihr kein Recht hier eine Gedenkveranstaltung durchzuführen." Jetzt findet die Lesung immer vor dem Gemeindezentrum statt. Auch das ist eine Folge des alltäglichen Antisemitismus.

Früher hieß die Veranstaltung "jeder Mensch hat einen Namen" und etwa jede Stunde wurde das gleichnamige Gedicht von Zelda vorgelesen. Hier ist der englische Text wie ihn Marcia Falk übersetzt hat und in ihr Buch "Books of Blessings" als neue Form des Kaddisch aufgenommen hat.
17.4.07 17:14
 



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