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Zahlen Juden wirklich keine Miete?

Solche Fragen gibt es tatsächlich. Und diejenigen, die sie häufig beantworten (müssen), sind überlebende Juden, die sich für Zeitzeugengespräche in Schulklassen, auf der Polizeischule, in Einrichtungen der Jugendarbeit oder in Gedenkstätten zur Verfügung stellen. Werner Bab ist einer von ihnen. Er war in der Rütli-Schule in Neukölln.

Die Rütli-Schule ist nicht irgendeine Hauptschule, sondern die Hauptschule, die vor einem Jahr durch die Medien ging als Beispiel für mißlungene Integration.

Über den Besuch von Werner Bab in der Rütli-Schule ist in der taz von gestern ein Artikel erschienen. Bei einigen Passagen überkommt einem das Kopfschütteln. Da heißt es beispielsweise:

Wider das Vergessen zu arbeiten, das ist das Anliegen von Werner Bab. Deswegen besucht er die Rütli-Schüler.

"Ich habe kaum geschlafen", erzählt die Klassenlehrerin Judith Bauch. "Denn wir wissen nicht, was uns gleich erwartet." Die Lehrerin scheint aufgeregter als die Schüler selbst. Die 14 Jugendlichen sitzen in ihrem Klassenraum, lachen und warten auf den Film. Als der Regisseur Christian Ender sich vorstellt und davon erzählt, dass er im Fach Philosophie promoviert, fragt eine Schülerin: "Was ist das?" Als das Wort Gaskammer fällt, fragt ein anderer Schüler: "Gibt es davon noch viele?" Der Sozialarbeiter Faissal Bakir bestätigt, dass seine Schüler sich für den Holocaust kaum interessieren. "Bei dem Thema herrscht einfach absolute Unwissenheit", erklärt Bakir. Bei Einzelgesprächen mit wenigen Schülern höre er auch manchmal antisemitische Tendenzen heraus, sagt der Sozialarbeiter. "Hoffentlich stellen die Schüler gleich keine antisemitischen Fragen."

Manchmal frage ich mich, warum Zeitzeugen sich das antun. Wie lange brauchen sie, um solche Begegnungen zu verarbeiten? Wieso werden sie einfach so "ins Wasser geworfen"? Anscheinend wird jeder Besuch in einer Feuerwehrwache besser vorbereitet. Und warum sind es gerade die Juden - in dem Fall die noch lebenden Zeitzeugen -, die sich am Unwissen und manchmal anscheinend auch am Antisemitismus der jungen Generation abarbeiten.

Als diese Fragen einmal auf einer öffentlichen Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung gestellt wurden, meinte der Leiter dieser Institution, Wolfgang Benz, es gäbe eine bestimmte Art von "Zeitzeugen-Identität". Er betonte, das würde nicht für alle gelten, aber bei manchen gäbe es so eine Art Sucht-Potential und dafür würden sie dann auch die Negativerfahrungen in Kauf nehmen.

Der ganze taz-Artikel steht hier
14.6.07 16:02
 



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