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Jüdischer Friedhof Weissensee soll Weltkulturerbe werden

Der Berliner Senat unterstützt den Antrag der jüdischen Gemeinde, den jüdischen Friedhof in Berlin-Weissensee in die Unesco-Liste der schützenswerten Kulturgüter, die zum Weltkulturerbe gehören, aufzunehmen.

Der jüdische Friedhof in Weissensee wurde 1880 gegründet. Er ist 42 Hektar groß und hat derzeit 115 000 Grabstellen. Damit ist er der größte jüdische Friedhof in Mitteleuropa. Er spiegelt die Hochs und Tiefs der deutsch-jüdischen Sozial-, Kultur-, Geistes- und Wirtschaftsgeschichte wieder. Auch viele prominente Persönlichkeiten sind dort begraben.

Es gibt einen eigenen Bereich, wo an die während des ersten Weltkriegs gefallenen jüdischen Soldaten erinnert wird. Viele kleine Grabsteine erinnern an Juden, die sich während der Zeit der Deportationen, die in Berlin im Oktober 1941 begannen, das Leben genommen haben um nicht in die Vernichtungslager verschleppt und ermordet zu werden. Man weiß auch von Juden, die sich auf dem Friedhofsgelände versteckt haben und so überlebten. An einer bestimmten Stelle der Friedhofsmauer haben Nichtjuden regelmässig Lebensmittel über die Mauer geworfen. Außerdem gab es auch jüdische Zwangsarbeiter, die auf dem Weissenseer Friedhof eingesetzt waren.

In einer Halle des Friedhofs wurden Torahrollen versteckt. Sie waren von einem nicht-jüdischen Transportunternehmer zum Friedhof gebracht worden. Dafür, dass auch während der Nazizeit die Toten beerdigt werden konnten, sorgte Prediger Martin Riesenburger, der später als Rabbiner in der kleinen jüdischen Gemeinde von Ostberlin amtierte. Er hat seine Erinnerungen an die Nazizeit in dem kleinen, bewegenden Bändchen „das Licht verlöschte nicht“ niedergeschrieben, das vor einiger Zeit wieder neu aufgelegt worden ist.

Wenn man vor dem Haupteingang steht und sich dann nach rechts hält, kommt man schnell an ein Grab, in dem Torahrollen bestattet sind. In der jüdischen Tradition werden Torahrollen, die nicht mehr verwendbar sind, beerdigt.

Für die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten des Friedhofs werden 20 Millionen Euro benötigt. Durch die Aufnahme in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes würde die jüdische Gemeinde zusätzliche Fördermittel erhalten können.

Der Friedhof liegt am Markus-Reich-Platz 1. Man erreicht ihn am besten mit der Straßenbahn. Verschiedene Linien (M4, M12, M 13) fahren vom Hackeschen Markt oder Alexanderplatz nach Weissensee. Man steigt am Antonplatz aus, geht in Fahrtrichtung der Straßenbahn die Berliner Strasse weiter und biegt dann rechts in die Herbert-Baum-Strasse ein, an deren Ende der Haupteingang liegt.

Während der Sommerzeit kann man den Friedhof So – Do von 8.00 – 17.00 h und im Winter So – Do von 8.00 – 16.00 h besuchen. Am Freitag ist er immer bis 15.00 h geöffnet. Am Sonnabend (Schabbat) sowie an jüdischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen. Männliche Besucher brauchen auf dem Friedhofsgelände eine Kopfbedeckung, die sie am Eingang erhalten können.


Mehr Infos zum Friedhof
4.5.06 08:24
 



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