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Neues Domizil für den jüdischen Kulturverein

Lange sah es so aus als ob der jüdische Kulturverein seine Pforten Ende Juni schließen müsse. Nun sind es die Räume der ehemaligen Bibliothek in der Oranienburger Strasse 29, wo der jüdische Kulturverein seine Aktivitäten fortsetzen kann.

Der Umzug ist eine Art Rückkehr. Denn in diesem Haus wurde vor 20 Jahren die Gruppe „wir für uns“ oder „Juden für Juden“ gegründet, aus der dann vier Jahre später der jüdische Kulturverein hervorging. Junge Leute aus jüdischen Familien, deren Eltern in die DDR gekommen waren um ein neues antifaschistisches Deutschland aufzubauen, trafen sich hier um über Judentum zu lernen, was in ihren Familien nicht mehr praktiziert wurde, denn die Eltern waren als Kommunisten zurückgekommen und nicht als Juden.

Peter Kirchner, der ab 1971 Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Ostberlin gewesen war, gab einen Rückblick in druckreifem Deutsch. Wie würde er auf die Tatsache eingehen, dass die Bibliothek in der Oranienburger Straße geschlossen worden ist? Er zeigte auf, dass neben der Gruppe „wir für uns“ auch die Bibliothek ein wichtiger Anlaufpunkt gewesen ist. Für viele war es eine erste Möglichkeit sich über Judentum zu informieren. Er führte es auf eine oberflächliche Grundhaltung zurück, dass es zur Schließung dieser Bibliothek kommen habe können, denn eigentlich sei der Standort Oranienburger Straße viel geeigneter für eine Bibliothek als die Fasanenstraße, denn hier standen weit mehr Arbeitsplätze und ein viel größerer Magazinraum (für 100 000 Einheiten) zur Verfügung.

Ich weiss nicht, wie viele hundert Stunden ich in den letzten zehn Jahren in diesen Bibliotheksräumen gesessen bin. Dort waren die umfangreichsten Bestände zur judischen Geschichte und Gegenwart von Berlin. Jetzt sind diese Bestände „aufgelöst“ worden – was immer das heißen mag. Ich freue mich, dass der jüdische Kulturverein seine Aktivitäten fortsetzen kann, aber Peter Kirchner hat recht, wenn er sagt, die Schließung der Bibliothek sei ein Wermutstropfen an diesem Tag. Erst 1994 war sie für 120 000 DM komplett renoviert und neu ausgestattet worden.
8.5.06 09:20
 



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