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30 Tage – 30 Tassen: die zweite: Jewish-Disneyland-Tasse: „Ich war ein Kunst-Objekt“

Jewish Disneyland Tasse


Die Jewish-Disneyland-Tasse ist mit den Jahren etwas spülgeschädigt. Deshalb wird sie hier - um der besseren Erkennbarkeit des Motivs wegen - mit dem Jewish-Disneyland-Mousepad gezeigt.
Ursprünglich war sie ein Kunstobjekt !!! (Applaus). Zusammen mit dem Jewish-Disneyland-Mousepad, dem Jewish-Disneyland-T-Shirt (siehe Headerbild dieses Weblogs rechts) und dem Jewish-Disneyland-Puzzle war sie Bestandteil der interaktiven Installation "Jewish places - Jewish spaces - Jewish traces" (zu deutsch: „jüdische Orte – jüdische Räume – jüdische Spuren), die im Rahmen der Ausstellung Re-Generation von der Künstlergruppe Meshulash im Jahr 2002 in Berlin gezeigt wurde.

Von der Jewish-Disneyland-Tasse gibt es nur dieses eine Exemplar. Zwar gab es kurzfristig mal die Überlegung, eine kleine Auflage zu produzieren, um sie am Ende der Jewish-Disneyland-Touren, die im Rahmen der besagten Ausstellung und gelegentlich auch später stattfanden, zu verkaufen. Aber über die Idee ist dieses potentielle Projekt nicht hinausgekommen. Wer wollte konnte seinerzeit nach der Jewish-Disneyland-Tour die pseudo-koscheren Kekse von Anna Adam („Feinkost Adam“) in der Ausstellung kaufen. Und die fanden reißenden Absatz, wobei die meisten Leute nicht kapiert haben, dass das Ganze eine Satire war - , sondern die ursprünglich bei einem Billigdiscounter erworbenen Kekse, die in Cellophantüten umverpackt wurden und mit einem selbstgedruckten Etikett (der Computer macht’s möglich) für koscher erklärt wurden, mit verzücktem Blick und noch verzückteren Ausrufen goutierten, auch wenn sie um ein Mehrfaches teurer waren als die Discounterware. Daraus folgt: Auch die Jewish-Disneyland-Tasse hätte ein Verkaufsschlager Renner werden können. Aber aus dieser Karriere wurde nichts. So kam sie von der Ausstellung zu einem Durchschnitts-Tassen-Dasein an Heim (jüdisch) und Herd (auch jüdisch) mit gelegentlichen Abstechern auf den Balkon.

Das original Jewish-Disneyland-T-Shirt ist übrigens nach vielfachem Waschen im wahrsten Sinne des Wortes in die ewigen Jagdgründe eingegangen, der Verbleib des Jewish-Disneyland-Puzzle ist unbekannt, jedoch Mousepad und Tasse sind noch in Gebrauch, letztere mit deutlich sichtbaren Abnutzungs-erscheinungen des Designs. So soll Kunst sein: in den Alltag integriert und alltagstauglich. Ob sich die Ausstellungsmacher und Installateure Installationskünstler das so vorgestellt haben ist eine andere Frage.

Zum Weiterlesen:
Was es mit dem Jewish Disneyland in Berlin und an anderen Orten in Europa auf sich hat, steht hier.
Tagesspiegel-Artikel zur Ausstellung Re-Generation
Mehr zur Jewish-Disneyland-Tour
15.4.09 14:03
 



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